Eingehängen, Formatieren


© Mai 2021, Letzte Änderung 25.12.21

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Übersicht

Möglichkeiten des Mount-Befehls

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Möglichkeiten des Mount-Befehls

Wenn kein Eintrag in   /etc/fstab   existiert, was meist der Fall ist,
kann ich den Befehlt   mount   nur mit Admin-Rechten ausführen.

Meist lautet die Notation :   mount [-option][opt] source dir
Wobei source meist eine Partition ist.
genaugenommen ist es ein Gerät der Klasse /dev.
Der Ordner, hinter dem, nach dem Mounten, die Quelle erreichbar ist,
steht in dir und wird auch Einhängepunkt genannt.
Die eckigen Klammern [] stehen für optional angebbar.
In den meisten Fällen ist es beabsichtigt
einen leeren Ordner als Einhängepunkt zu verwenden.
Sollte ein gefüllter Ordner verwendet werden,
ist der ehemalige Inhalt jedoch nicht mehr zugreifbar.

Wer man mount eingibt, wird feststellen,
dass es zwei Arten von Optionen gibt.
Ich schreibe daher bewust [-option] & [opt].

Um dem Dilemma zu entgehen,
bezeichne ich die "command-line options" als Parameter [-option]
und die Optionen hinter den Parameter als Option [opt].

z.B. mount -o ro…   wobei [-option] = -o und [opt] = ro ist.

Die wichtigsten Parameter

Entsprechend lauten die wichtigsten Parameter [-option]
zur Funktion mount wie folgt.

Optionen zum Parameter -t

Zu den Parameter -t gibt es noch folgende Optionen.
Optionen werden mit Komma (ohne Space) getrennt.

Optionen zum Parameter -o

Zu den Parameter -o gibt es noch folgende Optionen.
Einige Optionen stehen allerdings nur bestimmten Datei-Systemen zur Verfügung.

umount

Wer mounten möchte, muss irgendwann auch wieder unmounten.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
umount [-option] source  oder
umount [-option] dir
Auch ein System-Neustart führt zum Aushängen des temporär gemounteten Gerätes.

Die Liste der möglichen Typen von Partitionen
erhält man über fdisk   l.

fdisk /dev/sdc
…
Command (m for help): l

 0  Empty           24  NEC DOS         81  Minix / old Lin bf  Solaris        
 1  FAT12           27  Hidden NTFS Win 82  Linux swap / So c1  DRDOS/sec (FAT-
 2  XENIX root      39  Plan 9          83  Linux           c4  DRDOS/sec (FAT-
 3  XENIX usr       3c  PartitionMagic  84  OS/2 hidden or  c6  DRDOS/sec (FAT-
 4  FAT16 <32M      40  Venix 80286     85  Linux extended  c7  Syrinx         
 5  Extended        41  PPC PReP Boot   86  NTFS volume set da  Non-FS data    
 6  FAT16           42  SFS             87  NTFS volume set db  CP/M / CTOS / .
 7  HPFS/NTFS/exFAT 4d  QNX4.x          88  Linux plaintext de  Dell Utility   
 8  AIX             4e  QNX4.x 2nd part 8e  Linux LVM       df  BootIt         
 9  AIX bootable    4f  QNX4.x 3rd part 93  Amoeba          e1  DOS access     
 a  OS/2 Boot Manag 50  OnTrack DM      94  Amoeba BBT      e3  DOS R/O        
 b  W95 FAT32       51  OnTrack DM6 Aux 9f  BSD/OS          e4  SpeedStor      
 c  W95 FAT32 (LBA) 52  CP/M            a0  IBM Thinkpad hi ea  Rufus alignment
 e  W95 FAT16 (LBA) 53  OnTrack DM6 Aux a5  FreeBSD         eb  BeOS fs        
 f  W95 Ext'd (LBA) 54  OnTrackDM6      a6  OpenBSD         ee  GPT            
10  OPUS            55  EZ-Drive        a7  NeXTSTEP        ef  EFI (FAT-12/16/
11  Hidden FAT12    56  Golden Bow      a8  Darwin UFS      f0  Linux/PA-RISC b
12  Compaq diagnost 5c  Priam Edisk     a9  NetBSD          f1  SpeedStor      
14  Hidden FAT16 <3 61  SpeedStor       ab  Darwin boot     f4  SpeedStor      
16  Hidden FAT16    63  GNU HURD or Sys af  HFS / HFS+      f2  DOS secondary  
17  Hidden HPFS/NTF 64  Novell Netware  b7  BSDI fs         fb  VMware VMFS    
18  AST SmartSleep  65  Novell Netware  b8  BSDI swap       fc  VMware VMKCORE 
1b  Hidden W95 FAT3 70  DiskSecure Mult bb  Boot Wizard hid fd  Linux raid auto
1c  Hidden W95 FAT3 75  PC/IX           bc  Acronis FAT32 L fe  LANstep        
1e  Hidden W95 FAT1 80  Old Minix       be  Solaris boot    ff  BBT  

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Konkrete Beipiele

mount -t ext4                          welche Laufwerke sind gemountet?
/dev/sda4 on / type ext4 (rw,noatime,discard)
/dev/sdb3 on /mnt/sdb3 type ext4 (rw,noatime)
cd ~
mkdir temp                             im /home/m Verzeichnis einen temp. Ordner einrichten
cd temp
echo "dies ist ein test" > test.txt    Test-Datei erzeugen
cd ..

sudo mount -t auto /dev/sdb1 temp      fehlende Partition sdb1 einbinden
cd temp
ls                                     test.txt wird nicht angezeigt
lost+found                             ok, Partition ist leer

cd ~                                   wieder ins Home-Verzeichnis gehen
sudo umount temp                       /dev/sdb1 wieder entbinden
cd temp
ls
test.txt

Samba ohne Botafogos

Wenn zwischen verschiedenen Systemen Daten getauscht werden sollen,
bietet es sich an unter Linux ein Samba-Laufwerk zu erstellen.
Auf dieses Netzlaufwerk kann dann nicht nur Linux zugreifen,
sondern auch z.B. Winddows.

Mount Samba-Laufwerk Beispiele:

mount -t cifs //192.168.1.10/Freigabe  /mnt/smbshare
mount -t cifs //192.168.178.27/a  extern  -o  username=a
mount -t cifs //dab/a  nas  -o  username=a

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Ü wie Überraschung

Leider sind die Zeichsätze bei Windows und Linux unterschiedlich.
Das hat zur Folge das Dateien welche direkt aus Windows (FAT oder NTFS)
auf eine z.B. ext4 formatierte Partition geschrieben werden,
unter Umständen wegen der Umlaute z.B. äöü nicht lesbar sind.
Um das zu vermeiden, kann man ein ntfs-Laufwerk speziell mounten.
Hier zusätzlich read-only.

su
/sbin/fdisk -l /dev/sdc2
/dev/sdc2  *     35653656  35873144    219489 107.2M  7 HPFS/NTFS/exFAT

mkdir /mnt/win
mount /dev/sdc2 /mnt/win/ -t ntfs -o nls=utf8,unmask=0222umount /mnt/win

Sollte man eine unter Windows gezippte Datei unter Linux öffnen,
kann man das gleiche Problem haben.

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FAT32 Image einer Partition

Hat man mit dd eine Windows-Partition z.B. sdc5 gesichtert
und möchte auf dieses Image unter Linux direkt zugreifen,
kann man es wie folgt mounten.

mount -t vfat -o loop, utf8 /home/a/29GB.001 /media/HD1

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FreeBSD mounten

sudo fdisk -l /dev/sdc
…
Device     Boot Start      End  Sectors Size Id Type
/dev/sdc1  *       63 39862367 39862305  19G a5 FreeBSD

Ein normales Einhängen erzeugt einen Fehler wie z.B. folgender:

sudo dmesg
…
[80041.382506] ufs: ufs_fill_super(): bad magic number

sudo dmesg | grep "bsd"
      sdc1: 
      mount -t ufs -o ufstype=sun|sunx86|44bsd|ufs2|5xbsd|
      old|hp|nextstep|nextstep-cd|openstep ...

Das liegt daran, daß /dev/sdc1 lediglich ein Container ist.
An die Partition kommt man also nur über einen Offsett ran.
Um sich das Innere von sdc1 angucken zu können,
kann wieder fdisk verwendet werden.

sudo fdisk /dev/sdc1
Welcome to fdisk (util-linux 2.29.2).
Changes will remain in memory only, until you decide to write them.
Be careful before using the write command.

Command (m for help): b                edit nested BSD disklabel
Entering nested BSD disklabel.

Command (m for help): p                print the partition table

Disk /dev/sdc1: 19 GiB, 20409532416 bytes, 39862368 sectors
Geometry: 16 heads, 63 sectors/track, 39545 cylinders
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: bsd

Slice    Start      End  Sectors Size Type     Fsize Bsize Cpg
a           16 31473696 31473681  15G 4.2BSD    2048 16384  99
b     31473697 39862304  8388608   4G swap         0     0   0
c            0 39862304 39862305  19G unused       0     0   0

Partition table entries are not in disk order.

Command (m for help): q                quit without saving changes

Nun wissen wir das die Erste Partition über den Offsett von
16 * 512 = 8192   erreichbar ist.

su
cd /mnt
mkdir temp
mount -t ufs -o loop,offset=8192,ro,ufstype=ufs2 /dev/sdc1 /mnt/temp/
mkdir sdb3/PaBsd
rsync -Pa temp/ sdb3/PaBsd
umount temp

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Quellen

chrisge.org   Grundbegriffe des Mountens
linuxize.com   How to Mount and Unmount File Systems in Linux
computerhope.com   Linux mount and umount
thomas-krenn.com   Windows Freigabe unter Linux mounten
devconnected.com   How To Mount and Unmount Drives on Linux
https://www.pcwelt.de/ratgeber/Netzwerken_mit_Samba_-_so_geht_s-Linux-8530128.html
linoxide.com   How to List Mounted Drives on Linux
https://znil.net/index.php?title=NTFS_Festplatte_am_Raspberry_Pi_mounten

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archivemount

archivemount

apt-get install archivemount
archivemount  

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Temporärer Anschluss gesucht

Eine temporäre Einbindung einer Partition macht Sinn, wenn nur kurz Daten auszutauschen sind.
Linux macht das zum Beispiel selber, wenn z.B. im Datei-Browser auf ein USB-Laufwerk geklickt wird.
Der Ort des gemounteten Ordners ist vorgegeben.   /media/<Benutzername>/ID/
Ebenso wird, bei entsprechenden Klick, das Laufwerk wieder freigegeben und kann entfernt werden.

Beispiel eines gemounteten USB-Sticks

USB in Thunar

Die ID des Datenträgers dient zur eindeutigen Identifikation,
hier die volume ID z.B. $8203-07FA einer vfat.

Arbeitsschritte

Man kann das auch händisch selber initiieren.

su                                     für den Mount-Befehl erforderlich
cd /mnt
mkdir sda6
mount -t auto /dev/sda6 sda6           Ordner sda6 wird der Partition /dev/sda6 zugeordnet
…
cd /mnt                                auf die Ebene, ausserhalb des gemounteten Ordners, gehen
umount sda6                            Partition wieder freigeben
rmdir sda6                             temp. Ordner löschen

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Dauerhafte Einbindung eines Home-Verzeichnis

Um direkt schon zum Systemstartpunkt die gewünschten Partitionen zur Verfügung zu haben,
wird über die Datei   /etc/fstab   gemounted.

Nun kann man den absoluten Pfad mounten…

Sollte sich im BIOS jedoch die Boot-Reihenfolge ändern oder
die Platten anders verkabelt werden oder
durch Partitionierung eine Partition dazu kommen,
ändern sich auch die absoluten Pfade zur Partition.

Arbeiten mit Volume-IDs

Die empfohlene Alternative ist, mit dem sog. Volume-Label zu arbeiten, statt der Pfade.
Das Volume-Label erhalte ich über den Befehl   blkid.
Dieses Volume-Label kann man dann in   /etc/fstab   eintragen und
beim nächsten Start wird das neue Verzeichnis verwendet.

Die 6 Spalten von fstab

Konkretes Beispiel

Anbei ein konkretes Beispiel, wie ich das bei einem Gigabyte GA-F2 85XN gemacht habe.

Zunächst die Volume-IDs lesen und notieren.

su
blkid /dev/sda6                   die neue Home Partition
/dev/sda6: UUID="a411a90d-f57a-492d-8b70-d89d3539193a" TYPE="ext4"

blkid /dev/sda5                   eine unerwünschte Swap-Partition auf der langsamen HD 
/dev/sda5: UUID="d3d9be98-7ce5-4495-bb7a-62ad307f208e" TYPE="swap"

blkid /dev/sdc2                   neue Swap-Partition auf der SSD 
/dev/sdc2: UUID="4e41c97b-105c-43ae-a07f-e831f5e8b3be" TYPE="swap"

Ausgelesene Volume-IDs in   fstab   eintragen.

nano /etc/fstab                   Ergebnis nach dem editieren

#           
# / was on /dev/sdc4 during installation
UUID=dc50cc85-722f-47eb-b5b0-a1055c8e64d1 /        ext4    errors=remount-ro 0     1

# swap was on /dev/sdc2 during installation, nun SSD
UUID=4e41c97b-105c-43ae-a07f-e831f5e8b3be none     swap    sw              0       0

# /home on WD20EARS
UUID=a411a90d-f57a-492d-8b70-d89d3539193a /home    ext4    defaults        0       2

# /home/hd2
UUID=2e755ef5-16b9-40ad-b12e-2b1ef3afb526 /home/hd2 ext4   defaults        0       2

# dvd
/dev/sr0                       /media/cdrom0   udf,iso9660 user,noauto     0       0

Nach dem Neustart wird /home von der neuen Partition verwendet.
Das alte /home-Verzeichnis ist nicht mehr zugreifbar.

su
shutdown -r 0                -r = reboot unter DEB9 nach 0 min = ohne abzuwarten 

Alternativ kann mit   mount -a   fstab neu eingelesen werden.

Sollte genug Platz auf dem /home-Verzeichnis der SSD sein,
ist der oben genannte Schritt (Umzug von /home) nicht nötig.
Stattdessen kann man lediglich einen weiteren Ordner für die User-Daten anlegen,
welche nicht auf die SSD sollen, sondern auf der HD verbleiben können
(z.B. Musik, Videos, Dokumentation, Datenblätter, eigene Dateien, Programme zur Installation, etc.).
Im obigen Beispiel wurde dafür der Ordner /home/hd2 angelegt.

Zur Kontrolle kann mount -l eingegeben werden,
was im Wesentlichen der Datei /etc/mtab entspricht.

Für die SSD habe ich nicht den Parameter   discard angegeben,
weil das unter Umständen Kontraproduktiv ist.

Quellen

ubuntuusers.de   fstab
archlinux.de   Fstab
askubuntu.com   Why isn't discard automatic for SSDs?
stackexchange.com   When and where to use rw,nofail,noatime,discard,defaults?

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Allgemeine Quellen


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