Umziehen leicht gemacht
von Windows auf Linux


--- befindet sich noch im Fluss ---

Vorwort

Leider gibt es etliche Seiten, welche suggerieren, das ein Umstieg ganz einfach ist.
Dem würde ich voll und ganz zustimmen, wenn ich nicht nur Wissen,
sondern auch Erfahrung mitbringe.
Für jemanden, der sich gut mit Windows, aber überhaupt nicht mit Linux auskennt,
wird meiner Meinung nach, mit großer Wahrscheinlichkeit Schiffbruch erleiden
und unter Umständen nieeee wieder einen Versuch wagen, was Microsoft freuen wird.
Um den Frust zu minimieren, ist deshalb eine gute Vorbereitung wichtig.

Optimal wäre ein Bekannter oder Nachbar, welcher das für einen macht
und den ich dabei über die Schulter schauen kann und auch später fragen kann.
Schließlich ist eine Linux Installation in ca. einer viertel Stunde gemacht.
Mit weiterer Konfiguration kann ich mich Tage beschäftigen.
Mir half ein VHS-Linux-Kurs um den Schritt zu wagen.

Diesen Wechsel kann ich sehr unterschiedlich gestalten.
Man kann unter Windows mit einen virtualisierten Linux unter Windows üben und
möglichst viele Fehler relativ Folgenfrei durchspielen.
Falls ich mir das virtuelle System zerschieße, installiere ich es neu.
Ich kann Installation und Konfiguration verschiedener Linux testen.
Mit der nötigen Erfahrung, wie ich mit Problemen umgehe und Lösungen finde
kann ich den Wechsel relativ entspannt umsetzen.
Fühle ich mich sicher, kann ich über das virtualisierte Linux einen Boot-Stick erstellen
ohne mein aktuelles System zu gefährden.
Als Rückfallposition (z.B. für die Steuererklärung) würde ich die Windowsplatte
nicht überschreiben, sondern komplett ausbauen.
Dann kann ich vom Stick gefahrlos auf einer neuen Platte Linux installieren.
Die Windowsplatte kann ich später zusätzlich zur Datenübertragung wieder einbauen
→ Dual-Boot   oder extern über SATA-USB Adapter anschließen.
Oder halt virtualisieren (verbraucht aber recht viel Platz ca. 64 GB sind sinnvoll).

Übersicht

Ein Umzug von Linux auf ein anderes oder aktuelleres Linux
habe ich auf der Seite Linux 2 Linux beschrieben.

Von Outlook zu Thunderbird

Um sich vom proprietären .pst Format zu trennen,
gibt es zwar unter Linux Programme wie   five-ten-sg.com   libpst
und unter Windows Programme wie sourceforge.net   outport,
aber ich habe gelesen, dass das nicht immer klappt.
Daher beschreibe ich hier eine Lösung,
wie ich sie vor vielen Jahren umgesetzt habe.

Unter Windows installiere ich parallel zum bestehenden Outlook Thunderbird.
Dieses fragt mich ob ich die Daten übernehmen möchte.
Mit diesen Schritt konvertiert und importiert mir Thunderbird
die Mails in das eigene MBOX Format, welches auch von anderen
Linux-Programmen gelesen werden kann.

Als Ergebnis habe ich einen Ordner mit der Thundebird Konfiguration und
allen Mails, welchen ich bei geschlossenen Thunderbird kopieren kann.

Unter Windows 10 ist das etwas aufgesplittet und evtl. versteckt.
Siehe  c:\Users\<Benutzername>\AppData\Local und
Siehe  c:\Users\<Benutzername>\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\
Alternativ geht auch die Windows-Taste und dann folgendes:
 %AppData%\Thunderbird\Profiles\ 
Ein Profil ist abgespeichert in einem Ordner mit einer
8 Stelligen Buchstaben/Zahlen-Kombination gefolgt von .default.
z.B.  rhfndx9f.default-default
Wenn mehrere Profile vorhanden sind,
kann ich in die  profiles.ini  Datei gucken, welches Profil relevant ist.

Wie ich das in ein neues Thunderbird wieder einbinde,
beschreibe ich an anderer Stelle im Kapitel  Thunderbird Umzug.

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Vom Explorer zu Firefox

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Von MS-Office zu LibreOffice

Word-Dateien, excel-Tabellen, Power-Point Präsentationen, Open-Office

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Text-Dateien

unterschiedliche Zeichsätze, CR & LF Notepad vs. Mauspad / nano

iconv -f windows-1252 -t utf-8 *.* -o *.*

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PDF

PDF Atril Document Viewer & Editoren

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Audio & Video

von Programmen welche ungefragt die mp3-Tags ändern zu selber anlegen Audacity, vlc,

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Unterschiedliche Dateisysteme

Explorer, TotalCommander vs. Thunar Krusader Umlaute in Zip-Dateien

Das was bei Linux das /home-Verzeichnis ist, ist bei Windows das User-Verzeichnis. Nun bringt es aber wenig die ganzen Konfigurations-Dateien mit zu kopieren. Sinnvoller ist es, bestimmte Ordner mit selbst erstellten Daten stückweise zu übertragen, bzw. eine Kopie davon anzulegen. Viele Daten lassen sich 1:1 weiter verwenden, nur das die Programm-Namen andere sind. Beim Umzug von NTFS zu z.B. ext4 ist jedoch darauf zu achten, dass die Dateiname einem anderen Zeichensatz entsprechen und konvertiert werden müssen.

ntfs unter Linux mounten

...

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Programme Installieren und Aktualisieren

Die Philosophie ist anders. Da unter Windows sich jedes Programm selber darum kümmern muss ob es noch aktuell ist, telefoniert fast jedes Programm nach Hause. Was bedeutet viele Schnittstellen, mehr oder wenig gut programmiert, sind ins Internet geöffnet. In Linux ist das im Gegensatz dazu, anders realisiert. Fast jede Distribution hat seinen eigenen Package Manger, welcher sich darum kümmert das alles aktuell ist.

Ich kann zwar weitere Quellen einbinden, aber das würde ich soweit es möglich ist, vermeiden.
Beim Druckertreiber habe ich wahrscheinlich wenig Wahl.
Bei einer Virtualisierungslösung kann ich z.B. KVM statt Virtual-Box verwenden.
Benötige ich bestimmte Software neuer, als Debian das zur Zeit hergibt,
kann ich in einen virtualisierten Linux das installieren.