Hardware Auswahl für Debian 10 und neuer


© April 2020, Letzte Änderung 31.10.24

Vorbereitungen

Bevor man sich Hardware anschafft, sollte man sich Gedanken machen
was man damit überhaupt machen möchte.
So lassen sich die nötigen Ressourcen besser einschätzen.

Grob kann man folgende Aspekte betrachten.

Nach den hiesigen Grundüberlegungen, ist zunächst ein Boot-Medium zu erstellen.
Siehe Bootmedium erstellen

Danach folgt die nicht graphische erste Installation
auf eine neue leere Platte.
Grundlagen, wie welche Desktop-Oberfläche, Partitionierung, etc.

Seit DEB 10 ist es möglich via Live-CD eine erste Installation
auf eine neue leere Platte zu erstellen.

Statt ein bestehende System für einen Upgrade zu überschreiben,
empfehle ich eine Zweit-Installation.
Zum Einen habe ich dann immer eine funktionierende Fall-Back-Lösung
und zum Anderen ist es dann leichter Konfigurationen zu vergleichen.

Die weitere Installation, neben z.B. einen alten DEB 9 Systeme,
habe ich via Live-System erstellt.
Seit DEB 10 gibt es die Möglichkeit ein
Live-System (bootet von CD/USB) zu verwenden.
Vom Live-System kann man dann bequem
die dann nicht benutzten Partitionen ändern
und ein neues System installieren.

Weitere Schritte sind auf folgenden Seiten beschrieben.

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Arbeitsspeicher: RAM

Für normale Office Tätigkeiten, dümpelt die CPU mehr oder weniger im idle herum.
Trotzdem kann es passieren dass man wartet.
Das liegt meist daran, dass weder das ganze Betriebssystem,
noch die Anwendung (z.B. Office) komplett im Arbeitsspeicher vorhanden ist,
sondern bei Bedarf von der wesentlich langsameren Festplatte
nachgeladen werden muss
(daher z.B. der Name DOS - disk operating system).

Ein Schlüssel ist also eine möglichst schnelle Festplatte
mit möglichst viel RAM zu kombinieren.
Um ein Gefühl für den Geschwindigkeitsvergleich zu bekommen,
hier die groben Größenordnungen.

Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, weil ich relativ alte Platten mit relativ neuen Speicher vergleiche,
so bleibt doch die Größenordnung.

Konkret heißt das, ich habe in Rechnern ab 2018 2x 8 GB RAM eingebaut.
Die RAM Geschwindigkeit/Frequenz richtet sich nach meiner gewählten CPU.
Beispielsweise kann die Ryzen 5 2600 CPU bis max. 2933 MHz sein RAM-Interface bedienen.
In diesem Fall habe ich dann bezahlbaren DDR4-2133 Speicher
mit möglichst kleiner Cache-Latenz (die erste Zahl in fett) gewählt.
Ansonsten bevorzuge ich RAM mit kleiner Spannung,
was meist auch weniger Verbrauch bedeutet und auf eine modernerer Fertigung hin deutet.
Und in machen Fällen kann noch die Bauhöhe des Moduls ein Thema sein.

Wem weitere Details interessieren, kann etwas über die  Speicher-Historie  lesen.

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Nicht flüchtiger Speicher: SSD, Harddisk

Aufgrund obiger Abschätzung, kann man ein paar Prioritäten ableiten.

  1. Wenn nur eine Platte möglich ist, wie z.B. bei Laptops,
    so sollte das möglichst eine SSD - Solid State Disk (Halbleiter-Speicher) sein.
    Gerade bei Laptops ist die verbaute 2,5" Festplatte eklatant langsamer als eine SSD.
  2. Habe ich bei der SSD die Wahl zwischen einer PCIe (nur bei M.2)
    oder einer SATA-Schnittstelle (M.2 oder 2,5"),
    bevorzuge ich natürlich die wesentlich performantere 4x PCIe-Schnittstelle.
  3. Habe ich verschiedene SSD's in die engere Wahl gezogen
    (Schreib Performance: > 300 IOPS,   > 2000 MByte/s;   > 300 TBW Haltbarkeit; < 15ct / GB ),
    fällt auf, das die größeren Modelle einer Serie meist bessere Daten haben.
  4. Bei einer klassischen Festplatte - HD - Hard Disk (feste rotierende Scheiben, im Vergleich zur Floppy Disk)
    bevorzuge ich eine etwas teurere und etwas langsamere 3,5" NAS-Platte (Network Attached Storage)
    welche für 24x7 h (rund um die Uhr = Dauerbetrieb) ausgelegt ist.
  5. Passen die Daten nicht mehr auf eine bezahlbare SSD,
    speichere ich auf der SSD nur die Betriebssysteme inclusive der Anwendungen & Swap-Partition.
    Auf die HD kommen dann die übrigen Daten,
    wie Musik, Videos, Bilder, Texte, Diagramme, Dokumente, etc.
    Die Linux Swap-Partition ist vergleichbar mit der Windows Auslagerungsdatei.

Neben der Technologie-Frage gibt es noch die Größen-Frage.
Daher ein paar Erfahrungswerte aktueller Betriebssysteme incl. Applikationen.

Je nach Applikation unterschiedliche Konfiguration:

Weitere Details habe ich ein extra Kapitel HD & SSD verbannt.

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Energieverbrauch

Ein normales PC-Netzteil oder auch ATX Netzteil ist unter 300 W nicht zu bekommen.
Und auch wenn der aufgebaute PC nur rund 100 W oder weniger benötigt,
ist diese Leistungsangabe oder mehr empfohlen.
Des weiteren kommt hinzu dass sich die Wirkungsgrad-Angaben
meist auf Volllast beziehen und bei Teillast meist schlechter sind.

Kleines Beispiel: be quiet BQ L8-300W mit 80 PLUS Bronze Zertifizierung;
Test siehe technic3d.com

Als bessere Lösung, im Sinne von Wirkungsgrad, Platzbedarf und Flexibilität
habe ich mich entschieden mit einen Industrie-Netzteil 12 V zu erzeugen
z.B. 150 W mit den MeanWell MW RSP-150-12
mit mindestens 90% Wirkungsgrad siehe reichelt.de
und daraus dann je ITX-PC (in meinen Fall 4 PC's)
mit je einen Pico-PSU-90 ATX-Netzteil siehe amazon.de die nötigen ATX-Spannungen zu erzeugen.

Das PicoPSU-80 (statt -90) kann ich übrigens nicht so empfehlen,
da die meisten ITX-Boards einen 12 V Anschluss für ihre GPU benötigen,
welche ich mir dann über Adapter-Stecker aus den HD-Versorgungsstecker beziehen muss.
Da auf der Webseite nicht angegeben ist, der 12 V-Stecker ist ein 5 mm / 2,5 mm

80 Plus Standard @ 230 V

Die 80 Plus-Zertifizierung ist ein Standard für PC-Netzteile mit einen Wirkungsgrad > 80%

η - Bronze Silver Gold Platinum Titanium
10% Last - - - - - 90%
20% Last - 81% 85% 88% 90% 94%
50% Last - 85% 89% 92% 94% 96%
100% Last - 81% 85% 88% 91% 91%

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Hardware Zusammenfassung - Desktop PC 2019

Für meine PC's habe ich oft die 100€ Regel angewandt
(100 für HD, 100 für RAM, 100 für CPU, 100 für Motherboard, etc.).
Hier habe ich für meinen persönlichen Desktop-PC etwas mehr ausgegeben.
Er besteht nun aus folgenden Komponenten.

dektop PC 2019 dektop PC 2019

Also in Summe ca. 787,- zum damaligen Datum.
Da in dem IT-Bereich ein entsetzlicher Preisverfall herrscht, habe ich das Datum angegeben.
Beispielsweise habe ich ein fast ähnliches RAM 4 Monate später für unter 140 statt 170 gekauft.

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Hardware Zusammenfassung - Desktop PC 2022

Für den neuen Desktop-PC habe ich ebenfalls etwas mehr ausgegeben.
Er besteht nun aus folgenden Komponenten.

Also in Summe ca. 785,- zum damaligen Datum.

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Hardware Zusammenfassung - Desktop PC 2024

Für den neuen Desktop-PC habe ich den PC von 2022 etwas umgebaut.
Er besteht nun aus folgenden Komponenten.

dektop3 PC

Also in Summe ca. 796,- zum damaligen Datum.

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Hardware Zusammenfassung - Backup PC 2021

Meinen Backup-PC habe ich nicht ständig an und könnte daher mehr Strom verbrauchen.
Es könnte also ein älterer PC sein,
wie z.B. ein Biostar MN70I-1037U mit 1021 cpubenchmark.net PassMark CPU Mark.
Aber er sollte auch so performant sein,
dass ich keine Einschränkungen (länger warten) beim Backup habe.
Daher ist es mittlerweile ein etwas überperformanter
ASRock J3455B-ITX mit 2272 PassMark CPU Mark am werkeln.
Auch würden 4 GB RAM, statt 8 GB reichen.

backup PC

Also in Summe ca. 378,- zum damaligen Datum.

Später habe ich für das Betriebsystem noch eine 120 GB SSD eingebaut,
welche ich aus einen alten Laptop über hatte.

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Hardware Zusammenfassung - always on PC 2021

Der "always on PC" hat 2 Ethernet-Ports, was Ihn prädestiniert für eine Firewall z.B. OPNsense.
Nur Zeit habe ich dafür noch nicht gefunden…
Also laufen zurzeit auf Ihn nur 3 virtualisierte Systeme: Ein Webserver, Datei-Server und ein Mailserver.
Wegen der Virtualisierung, habe ich recht viel Speicher verbaut.
Er besteht nun aus folgenden Komponenten.

always On PC

Also in Summe ca. 276,- zum damaligen Datum.

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Weitere Quellen

thinkwiki.de T430s
thinkwiki.de T60

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